25.04.18 –
Die GRÜNEN im Landtag setzen sich dafür ein, die Lebensgrundlagen von Insekten zu retten. „Bienen, Käfer und Schmetterlinge sind systemrelevant. Ohne sie reißt das Netz der Artenvielfalt, das auch uns Menschen trägt“, erklärt Martina Feldmayer, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Ohne Insekten keine Vögel, ohne Bienen, Hummeln und andere Bestäuber kein Obst und Gemüse. Wir wollen keinen stummen Frühling, wir wollen, dass es weiterhin summt und brummt und zwitschert.“ Die GRÜNEN hatten das drohende Insektensterben auf die Tagesordnung des Landtages gesetzt, auch mit dem Ziel, ein Verbot von Bienengiften voranzubringen. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hatte die Gefährlichkeit so genannter Neonikotinoide für Bienen jüngst eindeutig festgestellt.
„Wir müssen alles dafür tun, um die Lebensbedingungen von Biene, Hummel & Co. zu verbessern“, fordert Feldmayer. „Dazu gehört eine umweltverträgliche Landwirtschaft. Bienen und Wildbienen müssen auch nach der Rapsblüte noch Nahrung finden und brauchen Rückzugsräume. Dazu trägt der Ökolandbau bei, denn auf ökologisch bewirtschafteten Flächen findet sich eine höhere Artenvielfalt. In Hessen werden dank Ökoaktionsplan mittlerweile 13,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet (Bundesdurchschnitt: 7,5 Prozent; EU: 6,5 Prozent). Bereits 1.073 landwirtschaftliche Betriebe haben zudem auf 1.868 Hektar insektenfreundliche Blühflächen angelegt. Sie werden im Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert.“
„Die GRÜNE Umweltministerin Priska Hinz hat die Kampagne ‚Bienenfreundliches Hessen‘ ins Leben gerufen, bei der jeder mitmachen kann, Landwirte, Kommunen, Umweltverbände und die Menschen, die einen Garten oder Balkon haben, ob mit Wildblumenwiesen, naturnahen Gärten oder vielen weiteren Schritten, die den Insekten helfen. Hessen nimmt mit dieser deutschlandweit größten Kampagnen gegen das Bienen- und Insektensterben eine Vorreiterrolle für den Artenschutz ein. Dringend nötig ist allerdings auch ein striktes Verbot von Bienengiften wie den Neonikotinoiden. Das können wir in Hessen nicht regeln: Die Bundesregierung muss in Brüssel dafür sorgen, dass die Bienenkiller verboten werden.“
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