28.02.18 –
Die Koalitionsfraktionen beantragen, den erfolgreichen Modellversuch "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich Kaiserstraße" auf große Teile der Innenstadt auszudehnen. "Im Bereich innerhalb von Kurt-Schumacher-Straße, Berliner Straße, Neue Mainzer und Hochstraße gelten zur Zeit unterschiedliche Tempolimits und Verkehrsregeln, die Struktur stammt teilweise noch aus Zeiten der autogerechten Innenstadt. In einem großräumigen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich in der Innenstadt können sich die verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt bewegen und die Aufenthalts- und Lebensqualität kann weiter verbessert werden. Einzelhandel und Nahmobilität werden gestärkt", erklärt Wolfgang Siefert, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer.
"Aktuell leiden Anwohner*innen, Radfahrer*innen und Zu Fuß Gehende besonders in den Abendstunden unter unnötigem Lärm und ganztags unter zahllosen Konflikt- und Gefahrensituationen durch unangepasste Fahrweise. Der PKW- und LKW-Verkehr in diesem Bereich dient jedoch heute fast ausschließlich dem Erreichen der Parkhäuser und der Andienung der Geschäfte", erläutert Siefert.
Die Ausweisung von Tempo 30, die Abschaltung der Ampeln und generell "rechts vor links" auf der Kaiserstraße haben gezeigt, dass davon alle Verkehrsteilnehmer*innen und Anwohner*innen profitieren. Der Verkehrsfluss ist besser als vorher und alle teilen sich gleichberechtigt den Straßenraum. "Durch eine einheitliche Regelung in zusammenhängenden Bereichen wird die Akzeptanz weiter steigen und in der unmittelbaren Innenstadt ein angemessenes Tempo erlaubt, das trotzdem die Verkehrsbedürfnisse aller angemessen berücksichtigt. Wir erwarten vom Magistrat zeitnah einen mit allen Interessensgruppen abgestimmten Umsetzungsvorschlag", so Siefert abschließend.
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